3D-Animationsfilm
Ein selbst produzierter 3D-Kurzfilm namens „Fortschritt“ – die Geschichte eines jungen Mannes und seines Kampfes gegen seinen Computer.
- Fortgeschritten
- Dauer ~2 Jahre (AG-begleitend)
- Kosten kostenlos (Software gratis)
- Thema 3D

Worum geht’s?
Es ist geschafft: Der animierte Kurzfilm „Fortschritt“ ist fertig! Er erzählt von einem jungen Mann und seinem Kampf gegen seinen Computer – rund zweieinhalb Minuten selbst gebaute 3D-Animation.
Als die Geschichte im April 2015 entstand und das erste Modell gebaut wurde, war noch nicht absehbar, auf welch umfangreiches Projekt man sich eingelassen hatte: Bis zur Fertigstellung brauchten drei Mitglieder der Blender-Arbeitsgemeinschaft fast zwei Jahre. Das Projekt zeigt, wie viel Planung, Kreativität und Geduld hinter wenigen Filmminuten stecken – vom ersten Storyboard über Modellbau und Rigging bis zum tagelangen Rendern.
Benötigte Geräte & Teile
Werkstatt-Geräte: Konstruktions-Software.
- mehrereComputer mit dem kostenlosen 3D-Programm Blender
- —eine Geschichte / ein Drehbuch als Grundlage
- vielRechenzeit zum Berechnen (Rendern) der Einzelbilder
- optionalGrafiktablett zum leichteren Modellieren und Zeichnen
Schritt für Schritt
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1Die Hauptfigur entwerfen
Das Design der Hauptfigur ist der schwierigste Teil: Die Vorstellungen gehen weit auseinander, dazu kommen technische Hürden. Am Ende fällt die Wahl auf einen Entwurf von Seojin Sim.
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2Modellieren, Texturieren & Riggen
Nun wird gebaut: Neben der Figur entstehen auch Raum, Möbel und Requisiten (die „Assets“). Figur und Kleidung werden modelliert und texturiert. Damit sich die Figur bewegen kann, wird sie „geriggt“ – es wird festgelegt, wo Knochen und Gelenke sitzen. Zusätzliche „Constraints“ steuern die Bewegung; ein IK-Constraint sorgt zum Beispiel dafür, dass eine Handbewegung den ganzen Arm mitführt.
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3Animieren
Für die Schlüsselpositionen (Keyframes) wird festgelegt, wo Kamera und Figur stehen; die Software berechnet die Bilder dazwischen automatisch. Als Vorlage dient eine zuvor erstellte Grobanimation (Animatic), mit der sich Kameraperspektiven und Schnitte mit einfachen Modellen ausprobieren lassen. Besonders knifflig ist die Interaktion mit der Umgebung – etwa wenn die Figur eine Tasse aufnimmt.
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4Rendern & Zusammenfügen
Zum Schluss werden die Einzelbilder berechnet (Rendering): Die Software simuliert, wie Lichtstrahlen aus virtuellen Lampen auf die Oberflächen treffen und reflektiert werden. Die fertigen Bilder werden anschließend zum kompletten Film zusammengefügt.
Ergebnis
Herausgekommen ist der fertige Kurzfilm „Fortschritt“. Der Film in Zahlen: 3767 Einzelbilder, über 400 Stunden Arbeitszeit, über 300 Stunden Rechenzeit (rund 22 Minuten pro Bild in Full-HD) und über 40 GB Daten.
Selbst nachbauen?
Anspruchsvoll, aber ohne teure Anschaffungen möglich: Blender ist kostenlos, gebraucht werden vor allem Zeit und Geduld. Für den Einstieg reicht schon eine sehr kurze Szene mit einer einzigen Figur.
Besonderer Dank
Der Film entstand in einer Blender-Arbeitsgemeinschaft: Alex und Raphael modellierten Raum, Möbel und Requisiten, Tom übernahm die Animatic. Das Design der Hauptfigur stammt von Seojin Sim.